Werbepause.

…vor einigen Wochen haben mich die Autorinnen des „Freudenweg“ gefragt, ob ich nicht einen Gastartikel für ihren Blog http://www.derfreudenweg.de erstellen könnte. Thema: Turnierorganisation. Erst mal habe ich mich am Kopf gekratzt, wie ICH zu DIESER Ehre komme?! Dann überlegt, wie ich dieses trockene Thema in einen Artikel packen könnte. Herausgekommen ist das:

Turniercountdown – oder die Geburt eines Turnieres; mit einem Augenzwinkern erzählt 🙂 .

Viel Spaß beim Lesen!

P.S. den Hundesportlern sei durchaus das Buch „Der Freudenweg“ als Lesetipp ans Herz gelegt.

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Seminar mit Sonja!

Gestern wurde getrickst 🙂 ! Sonja Scheurer war bei uns im Hundeverein zu Gast und unsere Gruppe hat eine lange Liste an Wunschtricks durchgearbeitet. Bestes Wetter verwöhnte uns, dazu schlemmten wir eine super leckere Spinatlasagne und köstliche Kuchen. Liam war sehr motiviert und hätte am Ende des Seminartages durchaus noch 1, 2 Übungen arbeiten können. Unser heimischer Trainingsplan hat sich wieder um einige Aufgaben erweitert 🙂 . Ein rundum gelungener Tag und nur der Wettergott meinte, unser Seminar am späten Nachmittag mit einem kräftigen Regenguss beenden zu müssen – was der guten Stimmung im rasanten Abbau keinen Abbruch tat!

78 Wochen.

Es amüsiert mich, wenn das Alter von Hundekindern, sagen wir mal ab 6. Monat, vom stolzen Besitzer noch immer in Wochen angegeben wird 😉 . Krampfhaftes Kopfrechnen beginnt, denn unter einer Angabe von „übermorgen ist er genau 37 Wochen alt“, kann ich mir immer schlecht etwas vorstellen. Noch dazu wenn mir das Hundekind knapp unter den Po reicht, weil es ein Königspudel-Doodle-Tralala o.ä. ist….

Getreu diesem Motto: 548 Tage = 78 Wochen = 18 Monate = 1,5 Jahre alt wird dieser Bengel Liam heute! Die angesagte Party hat er jedoch wegen Hitze bis auf weiteres verschoben 🙂 .

nix Party, viel zu warm!

 

Außerirdische – heute auf dem Spaziergang.

Da es heute sommerlich heiß war, bin ich zum Gassi statt im schattenlosen Knoblauchsland in den Wald ausgewichen. Eigentlich eine ganz schöne Strecke  am Waldrand von Kraftshof entlang, Wiesen, Koppeln, entspannend, friedlich – bis…

…bis mir ein Ehepaar (?) auch mit Hunden entgegenkommt. Ein Hund läuft frei (Aussie o.ä.), der andere Hund (Magyar Viszla) an der Leine. Ich tippe an meine Leinen, antwortet die Frau „nein, nein, Sie müssen nicht anleinen“, deutet auf die angeleinte Viszla-Hündin und meint, „sie stürme immer so los…“. Ich passiere das Paar und als Nici in Abstand auf Höhe der Hündin ist, ruckt die Frau WILD & KRÄFTIG an der Leine und maßregelt die Hündin. Nici guckt erstaunt und sucht beschleunigt das Weite. Mir haut es die Fragezeichen raus, bin perplex und denke gar nicht an Liam. Liam passiert ebenfalls in Abstand die Gruppe und wieder reisst die Frau großräumig ungestüm an der Leine. Liam erschrickt kräftig und hüpft 2 Meter seitlich weg. Erst mit Überwindung schließt er zu mir und Nici wieder auf. Die Hündin hat erstaunlicherweise diese Behandlung über sich ergehen lassen.

Während ich über diese Erziehungsmethode so nachgrübele, sehe ich eine (unbekannte) Frau mit Hund, die bei unserem Anblick ihren Vierbeiner schnell anleint und ca. 10 Meter vom Weg in die Wiese ausweicht. Selbstverständlich leine ich meine Buben auch an und als wir diese Frau mit dem Collie erreichen und höre ich, wie sie ihm droht „Und das ist wohl Dein Feind Nummer 2?! Wage es nicht…“ Häää, wie Feind Nr. 2? Natürlich hat es der Hund gewagt und ist kräftig in die Leine gesprungen.

Ein Stück weiter naht ein Mann mit einem angeleinten Jack Russel. Der Jackie zieht munter an der Leine zu uns hin (weiter angeleint) und möchte -freundlich- Kontakt aufnehmen. Bleibt der Mann stehen und frägt, ob es sich bei uns um Rüden handelt. Ich antworte „ja, kastriert“. Frägt der Mann lauter, ob… „ja, kastriert“. Nochmal lauter. Und nochmal lauter! Ich schreie „JA-KASTRIERT!“, ziehe die Jungs (die sich auf die Begegnung gefreut hatten) weiter in Richtung PKW.

Oh Herr, schmeiß Hirn vom Himmel! Wahlweise Hörgeräte, Aufklärung, bessere Hundetrainer und Admins, die veraltete Erziehungstipps von Hundewiesen, Foren, Facebook und Internet löschen!


 

Lara. 01.01.1996 (Einzug) – 16.07.2007

chillen

Lara war mein, unser, erster Hund. Nie wollte ich einen Hund! Lieber eine Katze…auf den ganzen Ärger mit Gassi gehen und Rund-um-Hund-Sorglos-Paket hatte ich so gar keine Lust. Nur mein verflossener Ehegatte wollte einen Hund. So kam es, dass wir im Urlaub in Südspanien über Weihnachten/Silvester 1995/1996 diesen schwarzen Campingplatz-Streuner testhalber in unseren ausgebauten Kastenwagen einsteigen ließen und eine kurze Runde um den Block drehten, ob der Hund „fahrtauglich“ sei. War Lara.

Lara wurde dem spanischen TA vorgestellt, der die entsprechende Impfung vornahm und alle Papiere   regelkonform (*kicher*) erstellte. Ihr Alter wurde auf ca. 2 Jahre geschätzt. So hat Lara bei uns über Nacht ein Zuhause errungen. Und wir nahmen ihr auch nicht krumm, dass sie am Tag 2 oder Tag 3 gleich mal an der Holzplatte vom Kieferntisch ihr gutes Gebiss demonstrierte 🙂 .

Lara war ein Temperamentsbündel. Regeln – was ist das? Jagen – schnell, sehr gerne, erfolglos (bis auf 2 Familien-Hühner. Tut mir immer noch leid!)! Rückruf – *häää*? Anpassen an unsere Umwelt – null Problem! Reisetauglich – 100%!  Andere Hunde – yep, kommt rüber, freu mich! Fremde Komposthaufen – ein Intelligenztest, wie man diesen TROTZ Zaun plündern kann (*äh ja*, nur der Hinweg, beim Rückweg durfte dann ich *helfen*)! Hobby – Schuhe an die unmöglichsten Orte tragen und verteilen!

Lara eroberte unser Herz und Leben im Sturm, wurde geschimpft und „Satansbraten“ geheißen, war dennoch ein ausgeglichener, freundlicher Hund, konnte problemlos alleine bleiben, hat nie mehr ein Möbel angefressen, und und und.

Als der Verflossene und ich getrennte Wege einschlugen und ich (mit einem Zwinkern) vor der Wahl stand: „Hund oder 20-Jahre altes Womo“ zögerte ich keinen Herzschlag – Lara gehört zu mir.

Lara, groß, schwarz, quirlig, wickelte auch den besten Ehemann aller Ehemänner um die Pfote und legte den Grundstein für Hund Nummer 2 – Moritz und noch Nummer 3 – Flocke. Dieses Trio begleitete uns durch dick und dünn, im Alltag und auf Reisen.

Als Lara im Sommer 2006 eine Magendrehung mit äußerst komplizierten, langwierigen Heilungsverlauf überlebte, war ich der Meinung, sie hat das „ewige Leben“ gepachtet. Gut 1 Jahr später mussten wir sie überraschend von einem Tumor erlösen. Wir waren fassungslos, der Verlust war unbeschreiblich. Der letzte Blick in ihre Augen auf dem Tisch…nie werde ich das vergessen.

Moritz und Flocke nahmen die Veränderung gelassen hin. Sie schnupperten kurz an Laras sterblichen Überresten und gingen ihrer hundlichen Wege. Lara ist hier im Garten unter dem Flieder beerdigt. Hier war ihr Lieblingsplatz, hier hat sie sich an heißen Tage eine Kuhle gegraben und gedöst.

Heute jährt sich der Todestag das 10. mal. Noch immer ist sie irgendwie präsent, auch wenn diese ganze erste „Hundegeneration“ nun hinter der Regenbogenbrücke hoffentlich (!) auf uns wartet. Ein tröstlicher Gedanke, dort oben oder unten 😉 von dieser Hundelady empfangen zu werden und *klopf klopf klopf* von ihrem wackelnden Schwanz „ausgepeitscht“ zu werden….

Hobby 2: fressen
…wann gibt es was zu futtern?
Magendrehung…
Hobby 3: Schuhe verstecken

 

 

Dogdance Turnier in Winnenden.

Endlich!, Hurra!, schon wieder!…ein Turnier in erreichbarer Entfernung – am 08. & 09.07.2017 in Winnenden bei Stuttgart. Liam ist für Sonntag / Open gemeldet. Wir düsen Samstag Mittag los und hoffen, dass wir dieses mal staufrei (leider regelmässige Erfahrung bei der Anreise am Freitag Nachmittag zum Messe-Turnier im November) ankommen. Weit gefehlt, irgendwann lotst uns die Navi-Dame wegen Stau auf die Bundesstraße und wir zockeln die letzten 60 km gemächlich dahin.

Angekommen nehmen wir ein Plätzchen auf dem fürstlichen Schotterparkplatz in unmittelbarer Nähe zur Halle in Beschlag. Einfach genial – die Veranstalterin konnte einen Anlieger überzeugen, seinen Parkplatz uns Dogdancern zur Verfügung zu stellen. Weniger genial waren die Temperaturen – die schwüle Luft steht und erreicht gute 35 Grad. Wir schwitzen und kleben so vor uns hin, lassen uns aber die gute Laune nicht nehmen. Am Abend werfen wir zu Viert den Grill an und schlemmen Gesundes und Leckeres (wobei das eine das andere nicht ausschließt 🙂  ).

Am Sonntag Vormittag ist Liam für kurz vor 11 Uhr geplant. Pünktlich erreichen wir die Halle, kommen uns schon 2 Personen im Laufschritt entgegen und rufen „Ihr seid dran!“. Oha, der Zeitplan wird leicht unterschritten (eigentlich ja sehr angenehm), nur für uns etwas rasant. Liam darf minimal kurz in den Vorbereitungsring und dann legen wir schon los. Ich schwitze und klebe schon wieder *grins*.

Der Anfang läuft wie geschmiert, dann verlässt uns (?) die Konzentration und Liam trödelt etwas herum. Sucht seinen JackPot, sein Herrchen, Kühle, Gespenster,.. oder? Etwas wirr überbrücken wir die Mitte, immer im Wechsel zwischen Choreo und Improvisation und das Ende läuft wieder wie am Schnürchen.

Der Jungspund hat sich seinen JackPot dennoch verdient und vertilgt diesen mit sichtlichem Genuss. Das Richterfeedback (mündlich und schriftlich) fällt gefühlt besser als die gezeigte Leistung aus – irgendwie auch ganz nett 🙂 .

Der restliche Tag vergeht wie im Flug mit Helfereinsatz, Ratschen, Lachen und natürlich der Heimreise. Scheeeee war`s. Nun gibt es eine Turnierpause bis November / Stuttgart. Mal sehen, ob wir die Choreo verfeinern oder uns an etwas Neues heranwagen….

Urlaub – gefühlt wie ein Wimpernschlag.

was geht hier ab?

Eine Ewigkeit zurück habe ich im Hotel Wolf eine Dogdance – Woche mit Lynn Hesel gebucht. Warum müssen sich die Wochen der Wartezeit so zäh wie alter Kaugummi am Schuh hinziehen und der ersehnte Urlaub sich dann wie die Fahrt in einem ICE anfühlen?!

Mit 1.000 Keksen, Clicker, Spielzeug, Futter, Decken, Leinen und und und im Hundegepäck (okay, ein bisschen Klamotten und Regenjacke für mich hatte ich auch dabei) bin ich angereist, schon sehr auf die kommenden Tage gespannt.

Erste Überraschung: wir sind nur 5 Teilnehmer; oh ja, das wird intensiv! Jeden Tag hatten wir Lynn und die komplette Halle von 9:30 – 12 Uhr und von 14 – 16 Uhr für uns. 4,5 Stunden Training / Tag (Ausnahme Mittwoch, da ist am Nachmittag Verschnaufpause für Zwei- und Vierbeiner) in Kombination mit wenig Wartezeiten – hui, da geht was!

Hatte ich anfänglich Zweifel ob mein Jungspund Liam das Tempo mithält, so darf ich stolz feststellen: der Kerl ist zäher als ich dachte. Zwar sind ihm bei den (kurzen) Wartezeiten die Augen zugefallen, aber sobald es „Action“ hieß, hat er alles gegeben. Am Mittwoch durfte er komplett ausruhen, denn da vertrat ihn Nici. Das tat ihm gut – am Donnerstag zog er mich übermütig-übermotiviert in die Halle *grins*.

Die Woche war gefüllt mit dem Aufbau von Fußpositionen, Tricks und Dogdance-Übungen, immer toll von Lynn erklärt, immer verschiedene Wege zum Ziel parat. Auf jedes Team wurde individuell eingegangen, was auch notwendig war, da die Vierbeiner einen sehr unterschiedlichen Kenntnisstand hatten. Die nächsten Monate können wir zuhause ausgiebig üben!

Das Hotel Wolf sorgte für den notwendigen Rahmen – diese Hundesporthallen sind einfach das Paradies für uns Hundesportler – kühl, groß, wetterunabhängig. A propos das Wetter – Montag und Dienstag waren gruselig. Starkregen, Gewitter, … boah, habe ich mehrfach auf dem Spaziergang geduscht! Das Zimmer war gewohnt klein aber ausreichend und das Essen war durchgehend oberlecker. Unabhängig ob vom Buffet oder Menü.

Hätten es die kostbaren Urlaubstage hergegeben, so hätte ich glatt verlängert. 2 Tage „Denkpause“ für Hund eingelegt und dann nochmal ran an den Clicker :-). So bleibt mir nur, das Seminarangebot 2018 zu studieren und Pläne zu schmieden!