„Des is hald so“ – oder

wie uns in unserem ersehnten Sommerurlaub an der romantischen Mosel Schwimmhäute wuchsen 🙂 .

Kurz gesagt: ein super schönes Reiseziel in Deutschland, wunderbar für Camper und/oder Hundehalter, ein bißchen beeinträchtigt durch Corona und in unserem Fall durch zahlreiche Starkregenereignisse. Zur Nachahmung -bei besserem Wetter- uneingeschränkt empfohlen!

Hier geht es zum Reisebericht: https://almashieferblog.wordpress.com/mosel-2021/ !

Treibball-Turnier!

Na endlich, wir starten auf unserem ersten Treibball-Turnier 🙂 . Oh, war ich aufgeregt. Immerhin sind Nici und ich (bis auf die BH-Prüfung im April) schon über Jahre auf keinem Turnier mehr gestartet. Man muss sich als Team ja auch erst im Turnier kennen lernen. Mensch ist aufgeregt und macht Dinge anders als gewöhnlich, Hund ist vielleicht abgelenkt oder kommt mit der Aufregung nicht klar.

Nun, das Turnier war anstrengend und schön zugleich. Es war heiß! Die Beginner, 9 Starts, waren gleich ab 9:30 Uhr dran. Nici war StartNr. 2.

Der erste Lauf, 3 Bälle einzeln bringen, hat prima funktioniert. Gut, das Lenken muss noch etwas sicherer werden, aber es war ein runder Lauf. Habe mich total gefreut. Nach dem letzten Starter der Gruppe kam gleich der 2. Lauf. War prima, weil so die Hunde nicht ewig warten mussten.

Der 2. Lauf…Nici läuft super zielstrebig um den Ball 1 (li außen) rum, vorbei am mittleren Ball, findet sofort den Ball 3, stoppt. Ich schicke ihn nach li zum mittleren Ball, er stoppt, steht im Anker. Ich gebe das Kommando „Bring“, freu mich, dass er so toll drauf ist, und… er bringt nicht den Ball, sondern schnuppert am Ball und am Ring! Kommt halb auf mich zu. Hä? Ich hole ihn her, (oh Gott, was soll, was darf ich nun überhaupt machen??) und schicke ihn direkt vor zum mittleren Ball. Macht er perfekt, steht im Anker, „Bring“..Nici schnuppert wieder. Also wieder her zu mir, wieder vor…und nun endlich bringt er mir den Ball. Ommmmmmm.

Naja, der Lauf war sozusagen fehlerfrei, aber wir haben die Standardzeit erheblich überschritten, also gab es Zeit-Fehlerpunkte. In Summe haben wir 57 von 60 Punkten erzielt, war Platz 7 von 9 und ein Vorzüglich. Die Beginner lagen Punktemäßig sehr eng beieinander.

Vorzüglich heißt, dass Nici und ich nun in Klasse 1 aufsteigen dürften. Nici ist mein Held!!

Turnierfieber.

Endlich, endlich, endlich wieder ein Dogdance-Turnier! Die Hohenloher Hundefreunde luden ein, Corona, hä?? (selbstverständlich alles mit Hygienekonzept) und sogar das Wetter meinte es gut mit uns.

Nun war es ja nicht so, dass wir uns nicht vorbereitet hätten. Formulieren wir wohlwollend, dass ein roter Faden im Training erkennbar war. Umso näher es an das Turnier kam, um so unzufriedener wurde ich. Tricks, die nicht richtig sitzen, am Lied auf einmal satt gehört, und und.

1,5 Wochen vor dem Turnier, was realistisch 4-5 möglichen Trainingseinheiten entspricht, schnitt ich spontan „die Zöpfe ab“, wechselte also das Lied und schüttelte die Choreo durch. So starteten Lilly und ich mehr oder weniger improvisiert, ohne Kostüm, mit einfacher Struktur — und hatten 100% Spaß! Ein gelungener Einstieg nach längerer Pause ins Turnierleben für Lilly ❤ .

Unverhofft.

Seminar im Seehotel Moldan im Herbst – wegen Corona abgesagt. Seminar in Oberammergau Ende April – wegen Corona abgesagt. Ein Blick in den Hotel Wolf Seminarkalender verheißt Gutes: eine Woche Dogdance satt mit Mica Köppel in der letzten Mai-Woche. Aber die (unsägliche) Inzidenz? Wieder eine Absage riskieren? Die Bay. Staatsregierung kündigt zarte Öffnungsschritte im Tourismussektor an – erneuter Blick in den Seminarkalender – eMail ans Hotel – ja, ein Platz ist noch frei. Also gut – wir wagen es und beäugen täglich das RKI Dashboard 😉 .

Koffer packen, einkaufen – alles auf den letzten Drücker. Am Sonntag Mittag, kurz vor der Abfahrt, wird es mir bewußt: Juhuuuuu – ich fahre wirklich!!

Selbstverständlich mit negativen PCR-Test. Endlich Urlaub. Seminar. Tapetenwechsel. Gleichgesinnte. Frühstücks- und Abendbuffet. Nix kochen, nix aufräumen (fast), nix ein- und ausräumen, gar nix. Nur Hund, Hund, Hund und Oberammergau 🙂 .

WIR sind reisefertig 🙂

Wider Erwarten klappt es mit einem Einzelzimmer im Nebengebäude. Das Hotel Wolf hat die letzten Jahre umfangreich modernisiert und so betreten wir ein frisch renoviertes Zimmer. Mit einem kleinen Manko: das Bett steht direkt unter dem Fenster – was für 1 von 4 Hunden die Einladung ist, sich vom Bett aus am Fensterbrett aufzustützen und -erbost- rauszubellen! 4 Reißnägel und eine Hundedecke schaffen Diskretion und Ruhe. Und dass ich mit einem Akku-Sauger im Gepäck in den Urlaub fahren würde, hätte ich mir nicht träumen lassen und ist … Corona geschuldet. So muss niemand das Zimmer säubern und meine Aerosole einatmen!

Im Restaurant sitzen max. 2 Haushalte (bis auf die vollständig Geimpften) an einem Tisch, noch dazu getrennt durch eine massige Glasscheibe. Das ist anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig und mutiert nach dem Essen zu einem großen Sitzkreis *lach* der Dogdance-Selbsthilfegruppe?!

Jeden Tag ist vor Betreten der Hundesporthalle ein Selbsttest fällig. Gott sei Dank bleiben alle Teilnehmer unauffällig. Ja, und dann kam endlich der Teil, für den wir angereist sind. Lilly durfte das erste Mal an einem so umfangreichen Seminar teilnehmen und hat sich wacker gehalten. Nur am letzten Tag, an der letzten Seminareinheit, durfte Nici einspringen; Lilly war nach 8 komprimierten Seminareinheiten (wir waren in unserer Gruppe nur 5 Personen) platt.

Lasst mich schlafen!

Und was haben wir alles tolles gemacht?

Wir haben Tricks geübt wie einen Gegenstand rückwärts umkreisen, hinteres Bein heben, Kopfschütteln, Positionen am Hundeführer, Targets aufgefrischt, etc. Dazu Übungen, mit Hund UND erhobenen Kopf (haha) zu laufen, auf den Rhythmus der Musik zu achten und Pausen einzuhalten, haben eine Mini-Choreo aus willkürlich gewürfelten Tricks gebaut, haben eine Gemeinschaftschoreo eingeübt, haben neben Doggifit eine Spiegelübung „Copy me“ und „Musikisttoll“ gemacht. Uff.

Weil meine Freundin aber auch mehrere Hunde hat und es ein tolles Angebot nach Seminarende gab, haben wir hier noch 3 Einheiten zusätzlich gebucht. Die erste Einheit stand unter dem Motto „clever & fit“ und diese durfte Nici bestreiten. Es ging über eine Treppe, durch Tunnel, etc. und dann durfte er noch einen Schnüffelteppich leer fressen. Nici war begeistert :-).

Dazu gab es 2 Einheiten im sog. Labyrinth. Für das Labyrinth werden Baustellenschutznetze gespannt und der Hund von der Seite aus durch das Labyrinth dirigiert. Aus dem Blickwinkel des Hundes ist es nicht erkennbar, dass die „Gasse“ endet und es einen Ausgang gibt. Er muss also zuhören und sich dirigieren lassen. Das war absolut faszinierend! Auch weil Liam deutlich besser als erwartet, nämlich konzentriert und kooperativ, mitgemacht hat.

Zu all dem haben wir noch eine Wanderung zu einem Wasserfall gemacht (nicht die Schleifmühlklamm), waren in Oberammergau shoppen und haben auch die Kreuzigungsgruppe aufgesucht. So summierten sich jeden Tag 20.000 Schritte! Habe ich schon den mittäglichen Eisbecher mit Sahne erwähnt??

Morgenstimmung bei herrlichem Wetter.

Die Zeit verging wie im Flug und gut erholt (jawoll!) kamen wir wieder Zuhause an. Zum Üben haben wir genug, aber jetzt steht erst mal eine Choreo für das Turnier am 12.06. an. Unnötig zu erwähnen, dass wir die Choreo „auf den letzten Drücker“ erfinden und einstudieren!

Treibball-Lektion

Nachdem die letzten beiden Wochen „der Wurm“ drin war und Nici übungstechnisch auf der Strecke blieb (weil es regnete, weil es zu windig war, weil er Magen-Darm hatte, weil Frauchen keine Zeit hatte…) durfte er heute bei Kaiser-Wetter eine neue Treibball-Lektion lernen.

Zum Bild:
Nici durfte erst links (von hinten dirigiert) über die Hürden hoppsen, auf dem Target stoppen, dann wurde er durch mich nach rechts zu den Bällen geschickt. Wahlweise zum rechten oder zum linken Ball. Und den dann zu mir Schieben.

Das Durcheinander auf dem Boden hat den Zweck, dass der Ball „verspringt“ und der Hund sich neu hinter dem Ball ausrichten muss und so das Lenken lernt. Da raucht die Rübe 😉 🙂 .

Schönheits-Op?!

Was den Preis betrifft – sicher. Den Rest? Aber von vorne:

Heute früh waren wir wie gewöhnlich Gassi. Langweilig. Kein Hase, keine Katze zu sehen. Nicht mal ein Stückchen Müll, um das sich ein Streit gelohnt hätte.

Zum Ende der Runde gucke ich Lilly an und erschrecke zutiefst: der weiße Fellkranz um die Nase ist blutrot. Blut tropft auf den Boden, auf ihre Pfoten. Ich fasse mit der Hand an die Schnauze..Blut läuft an meiner Hand hinab.

Schnell nach Hause und Lilly ins Auto gepackt. Auf zur Tierklinik – aber zu welcher? Zu dieser Uhrzeit hat nur die Tierklinik im Hafen offen. Sind ja nur 12km quer durch die Stadt – mit einem blutenden Hund im Kofferraum.

Meine Befürchtung, sie habe sich beim Gras fressen an einer Glasscherbe geschnitten und diese womöglich noch verschluckt, bestätigt sich nicht. Vielmehr ist der Nasenspiegel 2x eingerissen und muss unter Narkose genäht werden. Da die Blutung schwer stoppt, muss Lilly in der Tierklinik bleiben.

Als sich der Schock langsam legt, mache ich mir um die hübsche Nase von Lilly doch etwas Sorgen 😉 . Nicht dass die krumm zammgflickt wird! Aber nein, sogar dunkle Fäden werden verwendet. Und ihr Temperament schlägt auch schon wieder trotz Kragen voll durch!

Trainingsziel 2

Ja, ich gestehe. Das Trainingsziel 2, nämlich mit Nici an der Begleithundeprüfung am 24.04.2021 teilzunehmen, bestand mehr in der Theorie. Das überallemschwebende Trainingsziel war ja die Teilnahme am Treibball-Turnier. Als sich das in Luft auflöste, war das mentale Heulen erst mal groß, was sich in einer gepflegten Trainingspause niederschlug. Selten übten wir, denn dass die Begleithundeprüfung stattfinden würde, war ja sooo unwahrscheinlich. Der Form halber wurde beim Landratsamt nachgefragt und mit einer abschlägigen Antwort gerechnet. Als das Gegenteil, nämlich die Genehmigung dieser Prüfung, eintrudelte und alle weiteren Interessenten bekundeten, auch starten zu wollen, da mussten wir „unsere PS deutlich steigern“! Man möge beachten, dass wir von einer Zeitachse von ca. 3-4 Wochen (in Summe) sprechen 😉 .

Nici wurde demnach gedrillt. Nein, nicht so! Wir übten eifrig, ambitioniert, zielorientiert, mit bester Laune und großzügiger Belohnung. Der Bub war top.

Der Tag der Prüfung rückte näher, die Reduktion der Belohnung stockte. Das heißt, dass die Übungen noch nicht so gefestigt sind, dass man die Belohnung (nicht Bestechung und Locken) ausschleichen kann. Und Nici wird kreativ, wenn die Belohnung nicht einschwebt. Verhaltensweisen, über viele Jahre eintrainiert, z.B. neben oder vor dem Hundeführer zu stehen und nicht zu sitzen, lassen sich nicht innerhalb weniger Trainingseinheiten prüfungssicher überschreiben.

Wir starten in die Prüfung und Nici verbreitet gute Laune. Er tänzelt in der Leinenführigkeit und Freifolge neben mir her. Alle Grundstellungen sind schief und weit weg, aber er sitzt fest. Ja, ich sage nur Dogdance–da ist Sitzen tabu. Als er nach der Hälfte der Übungen realisiert, dass keine Belohnung kommt, ertönt ein lautes Murren – aber er fängt sich und bleibt kooperativ.

Bei der Ablage – Hund liegt, der Hundeführer entfernt sich 30 Schritte und bleibt da mehrere Minuten stehen-, jammert er erst, steht dann auf und kommt deutlich näher. Einige Zeit liegt er, dann ertönt der Ruf des parallel geprüften Teams..und Nici beschließt, die Ablage zu beenden 🙂 . Mangelhaft für die Ablage und ein gerade so bestehen dieses Prüfungsteils. Der anschließende Verkehrsteil am Edeka-Parkplatz ist easy für den Stadterfahrenen Nici.

Und so besteht Nici die Begleithundeprüfung!! Wow!! Sinn und Nutzen: keiner. Spaßfaktor: hoch. Wiederholung: naja 😉 .

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die komplette Prüfung bei bestem Wetter an der frischen Luft durchgeführt und das Hygienekonzept des Vereins HSV Nürnberg Nord-West e.V. penibel umgesetzt worden ist.

*Pfmpf* weniger!

Man stelle sich vor, heute früh durfte ich ALLEINE mit Frauchen Gassi gehen *jawoll*. Ich fand es nur komisch, dass sie ständig brabbelte, ich solle nix fressen. Naja, sie ist ja momentan etwas unter Strom, wegen diesem Dingens, das sich „Begleithundeprüfung“ nennt, am 24.04. stattfindet (sagt sie, dass das Landratsamt das genehmigt hätte!) und ich da mit muss. Egal, zurück zu heute früh.

Dann durfte ich gleich nochmal ALLEINE mit ihr raus, *harhar* Bälle schieben vielleicht? *Hoff*. Nach kurzer Fahrt waren wir schon da…und dann *oh* ging es rein zum Tierarzt. Ich bin ja entspannt, aber dass sie mich nach einem Pieks zurück gelassen hat?

Nun, es ist mir peinlich, aber ich habe dort ein tiefes Nickerchen gemacht und *schwups* war Frauchen wieder da. Und irgendwas ist mit meinem Gebiss los – ich habe keine Zahnschmerzen mehr!! Fünf dieser Querulanten wurden nämlich entfernt! Und dann haben sie, tststs, mit einem Herrn Röntgen mein Innerstes nach Außen gekehrt und dieses an einem Monitor VERGRÖßERT gemustert. Aber selbstverständlich habe ich diesen Hunde-TÜV mit Bravour bestanden 😉 . So, jetzt lege ich mich nochmal auf`s Ohr und freue mich schon auf mein nächstes Training!

Das Sternchen…

feiert heute seinen 2. Geburtstag ❤ . Das ist kein Aprilscherz 😉 . Aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen feiert das Mäuschen allerdings alleine im Kreise ihrer Jungs (yupp, 1, 2, 3 – alle da). Soll man dazu überhaupt ein paar Worte verlieren, dass halt einer dieser Hunde Geburtstag hat?

Ich meine schon.

Lilly ist etwas außergewöhnliches für mich. Sie vereint Temperament mit leichter Unterwürfigkeit, ist also gut steuerbar. Sie ist fokussiert, möchte gefallen, hasst es, wenn die anderen beim Üben „dran“ sind und lernt affenartig schnell. Schneller als alle Kumpels bisher. Immer 😉 . Das dicke „Aber“ kommt jetzt: eine Reduktion auf ihre Sportlichkeit würde ihr nicht gerecht. Sie ist so ein lieber Hund, auch mit Ecken, anschmiegsam, brav, hält sich an die Regeln, bremst Ivy ein, mag sich nicht abtrocknen lassen, lässt sich auch von Fremden streicheln, ist offen für Neues, entspannt Zuhause wunderbar, hüpft leichtfüssig durchs Leben und auch mal einem Hasen hinterher, bellt Liam wahlweise die Nachbarskatze lautstark an, ist kein mäkeliger Fresser, wünscht sich Harmonie, freut sich über Besuch und nimmt sich generell lieber zurück. Ein lieber Hausgenosse mit klarem Verstand und sportlich obendrein. Sie wäre bestimmt eine gute Welpenmami, die viele gute Eigenschaften weitergeben könnte. Ne, das ist nicht in Planung!

Ja, nun, die Zeit verfliegt. Da saß damals ein „kleines wurstförmiges Etwas“ im Welpengehege. Soll ich oder soll ich nicht? Die ersten Momente 2 Wochen später im Auto und dann Zuhause sind noch so präsent. Und nun sitzt da eine ausdrucksstarke junge Dame – mein Sternchen halt ❤ . Festhalten möchte man die Zeit, keine Veränderung zulassen und genießen, genießen, genießen!

30.05.2019
Alle Kartons für mich???
01.04.2021

Alles nur geträumt?

Die Frühlingssonne lacht, die Nürnberger erfreuen sich der frischen Luft und invasieren das Knoblauchsland, die Parks, überhaupt alles im Freien, etc. Wir drehen unsere Gassirunde auch im Park, die Hundis genießen den Freilauf, den Kontakt zu anderen Vierbeinern, das milde Wetter, und und und. Bester Laune drehe ich mich, um die Anwesenheit der kleinen Schar zu kontrollieren, um. 1,2,3, 4 alle da, weiter gehts. Wir treffen auf eine (telefonierende) Frau, auch mit 3 Hunden. Kurze hündische Begrüßung, alles entspannt, prima, solche Hundebegegnungen mag man.

Nächste Kontrolle 1, 2, 3 ….und 4? Wo ist Nummer 4? Zurück zur (telefonierenden) Frau..keine Nummer 4. Noch weiter zurück, auch hier keine Nummer 4.

Adrenalin steigt, Puls steigt, Wut macht sich breit. Wo zum Teufel ist Ivy hingelaufen?! Gerade der Kleine, der Zuverlässige, der Brave, der Süße!

Ich suche Ivy. Rufe. Frage andere Hunde-Gassigänger. Leider nein, nichts ungewöhnliches bemerkt. Hänge die anderen Drei an und stapfe quer durch den Park, rufend, suchend. Die Wut verfliegt, ein mulmiges Gefühl macht sich breit und der Gedanke: das gibt es doch nicht! Träume ich?! Ivy kann doch nicht weg sein! Hat ihn jemand „geklaut“?

Schwitzend kommen wir am Auto an, hoffend, dass er hier eifrig trippelnd steht. Nein, kein Ivy. Rein ins Auto und -verbotenerweise- am Rand quer durch den Park. Ich muss so grimmig geschaut haben, dass sich KEIN Spaziergänger beschwert hat.

Nochmal zurück zur Stelle mit den 3 Hunden, rufend. Spricht mich eine Gassigeherin an..eine weitere Hunde-Bekannte habe einen kleinen, weißen Hund aufgegriffen und sei in Richtung Gaststätte (Kleingartenkolonie) gelaufen. Ich im Sprint zurück zum Auto, dieses regelkonform geparkt, weiter im Dauerlauf zur Gaststätte. Ja, hier sei jemand gewesen, nein eine Telefonnummer hat sie nicht hinterlassen, das Wörtchen Tierheim sei gefallen.

Raus und ran ans Telefon. Nach einem quälend langen Hinweis, dass das Tierheim die 101 Welpen derzeit nicht vermitteln könne, und nein, auch keine Reservierungen annehme und nein, auch keine weitere Bettwäsche brauche..und man bitte nicht die Leitung wegen der Welpen blockieren solle..endlich eine freundliche Stimme: Wie schaut der Hund denn aus? Die Farbe des Halsbandes? Wo entlaufen? — JA, der ist hier gerade abgegeben worden!

Für Erleichterung war es für mich noch zu früh, nicht dass es der Zufall anders will… Im Tierheim angekommen, wird mir nach Unterzeichnung eines „Tierabgabevertrages“ Ivy gebracht. Der kleine Kerl konnte sich gar nicht freuen – sah unheimlich gestresst aus. Aber zumindest mir ist ein Betonblock vom Herzen gefallen!

Warum? Vermutlich hat er sich nicht an den 3 Hunden vorbei getraut und mich an dieser Stelle verloren? Eine kurze, unscheinbare, graue Minute mit großer Auswirkung.

Leider konnte ich mich bei der fürsorglichen Hundefreundin nicht bedanken, aber zumindest unseren Schutzengel habe ich „gehuldigt“!

 

Bei einem Nickerchen zuhause hat Ivy den Ausflug verarbeitet und von seinem Grund-Optimismus, Gott sei Dank, nichts eingebüßt!