Naturverbundenheit.

Dem gemeinen Hundebesitzer wird unterstellt, außer der Fraktion der Hundewiese-Gassi-Steher, dass es für sie kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung gibt. Der Wetterbericht hatte für heute Nachmittag freundliches Wetter angekündigt; vielleicht zwischen den 3 ergiebigen Graupelschauern, die uns begleitet haben?!

Die Hunde düsen über eine Wiese im Knoblauchsland, Partytime. Die Wiesen gleichen einer Seenlandschaft. Nala biegt in eine Stoppelwiese ab, Liam und Nici hinterher. Rückruf zwecklos. Ich also rein in die Stoppelwiese. Was ist das – mein rechter Gummistiefel ist undicht. Brrr, eiskaltes Wasser dringt ein.

Nala hat ein Teil im Maul, Liam knabbert mit spitzen Zähnen. *Würg* liegen da die (sauber abgetrennten) Läufe und Innereien eines Reh im Gras. Dazu 2 leere Fläschchen Bier *prost*. Liam an die Leine, Nala mit geschätzt 100db gebeten, sich unverzüglich abzulegen. *Pfff* – Nala zieht mit ihrer Trophäe, einem Rehvorderlauf, große Kreise. Die Familie mit 2 kleinen Kindern auf dem Feldweg schaut irritiert auf das Chaos. Das ältere Kind (5?) meint, ob man die Hunde streicheln könne. (Ne, jetzt leider nicht.)

Endlich ist auch Nala an der Leine und wir gehen unsere Runde weiter. Angenehm, wie sich die Jeans im Gummistiefel voll Wasser saugt.

Auf dem Rückweg verpacke ich die Rehteile transportabel in Hundekotbeutel und lege sie dem Jäger zu Fuße seines Unterstandes. Schön, so ein entspannter Spaziergang am Sonntag Nachmittag (ein Hoch auf Ivy!) und ganz ohne Handy.

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