Dogdance!

Endlich!, Hurra!, schon wieder!…ein Turnier in erreichbarer Entfernung – am 08. & 09.07.2017 in Winnenden bei Stuttgart. Liam ist für Sonntag / Open gemeldet. Wir düsen Samstag Mittag los und hoffen, dass wir dieses mal staufrei (leider regelmässige Erfahrung bei der Anreise am Freitag Nachmittag zum Messe-Turnier im November) ankommen. Weit gefehlt, irgendwann lotst uns die Navi-Dame wegen Stau auf die Bundesstraße und wir zockeln die letzten 60 km gemächlich dahin.

Angekommen nehmen wir ein Plätzchen auf dem fürstlichen Schotterparkplatz in unmittelbarer Nähe zur Halle in Beschlag. Einfach genial – die Veranstalterin konnte einen Anlieger überzeugen, seinen Parkplatz uns Dogdancern zur Verfügung zu stellen. Weniger genial waren die Temperaturen – die schwüle Luft steht und erreicht gute 35 Grad. Wir schwitzen und kleben so vor uns hin, lassen uns aber die gute Laune nicht nehmen. Am Abend werfen wir zu Viert den Grill an und schlemmen Gesundes und Leckeres (wobei das eine das andere nicht ausschließt 🙂  ).

Am Sonntag Vormittag ist Liam für kurz vor 11 Uhr geplant. Pünktlich erreichen wir die Halle, kommen uns schon 2 Personen im Laufschritt entgegen und rufen „Ihr seid dran!“. Oha, der Zeitplan wird leicht unterschritten (eigentlich ja sehr angenehm), nur für uns etwas rasant. Liam darf minimal kurz in den Vorbereitungsring und dann legen wir schon los. Ich schwitze und klebe schon wieder *grins*.

Der Anfang läuft wie geschmiert, dann verlässt uns (?) die Konzentration und Liam trödelt etwas herum. Sucht seinen JackPot, sein Herrchen, Kühle, Gespenster,.. oder? Etwas wirr überbrücken wir die Mitte, immer im Wechsel zwischen Choreo und Improvisation und das Ende läuft wieder wie am Schnürchen.

Der Jungspund hat sich seinen JackPot dennoch verdient und vertilgt diesen mit sichtlichem Genuss. Das Richterfeedback (mündlich und schriftlich) fällt gefühlt besser als die gezeigte Leistung aus – irgendwie auch ganz nett 🙂 .

Der restliche Tag vergeht wie im Flug mit Helfereinsatz, Ratschen, Lachen und natürlich der Heimreise. Scheeeee war`s. Nun gibt es eine Turnierpause bis November / Stuttgart. Mal sehen, ob wir die Choreo verfeinern oder uns an etwas Neues heranwagen….


Am Samstag, 27.05.2017 kam ich in einen ganz speziellen Genuss – ein Dogdance-Funturnier der Active Sly Dogs in Nürnberg. Anreise: 10km. Status: Starter, NICHT Veranstalter! Nette Atmosphäre, kleiner Ring, familiärer Charakter – wunderbar.

Kurz vor dem Start finde ich mich pünktlich, bepackt mit 2 gefüllten Tupperschüsseln, am Ringeingang ein. *Plumps* fällt mir die eine Schüssel aus der Hand, platzt auf und ein Wienerle-Regen ergißt sich auf den Boden. Gott sei Dank ist Liam angeleint, so kommt nur ein hungriger Beagle in den Genuss der Brocken. (Der hat sich gefreut *grins*).

Wir treten in den Ring, nehmen unsere Startposition ein und trotz der hohen Temperaturen (irgendwie fühlte sich der Ring noch wärmer an, vielleicht weil die rückseitige Betonmauer die Sonne reflektiert?) ist Liam konzentriert.

Bis wir ein Stück Fuß laufen und der Hundeführer den Belohnungskeks ins Gras fallen lässt. *ommmm* – Musik läuft, Hund sucht. Und das ganze mehrfach!

Dann hüpft Liam mit den Vorderpfoten auf meine Schultern und guckt links und rechts an meinem Kopf vorbei. Ich merke, dass ich nur noch 1 einzigen Keks habe. Liam hat bisher IMMER im Training, sollte die Belohnung ausbleiben, irritiert die Position verlassen. Heute jedoch…frage ich leicht verkrampft die beiden Seiten ab und Liam macht weiter. Hurra! Er geht planmässig runter und -zu früh gefreut- schlendert irgendwo in den Ring.

Die Musik läuft, Liam kommt zügig wieder zu mir her. Ich denke mit den Ohren, dass die nächste Passage nun vertrödelt ist, nehme aber trotzdem die Folgeposition ein. Und dann, kommt er doch, der kurze Refrain. Nun war jedoch der Ring zu klein, um einfach weiter im Text zu machen – gut, nun habe ich ca. 15 Sekunden zuviel Zeit übrig. *ommmmm* – wir improvisieren. Liam nimmt auch die Improvisation gelassen hin, souveräner als sein heute zerstreuter Hundeführer.

„Endlich“ nehmen wir unsere, welch Ironie, 1, 2 Sekunden NACH Musikende, Schlussposition ein und Liam darf dann verdient seinen JackPot = 2. Tupperschüssel im Ring vertilgen.

Ein großes Lob geht heute eindeutig an Liam – er hat trotz seinem zerstreuten Hundeführer und trotz der Wärme brav gearbeitet, der Bub!


Auf ging`s am 28. April nach Denkingen (ca. 100 km südlich von Stuttgart).

Nach einer zähen Anreise kamen wir an der Gemeindehalle an und trafen endlich mal wieder die Dogdancer. Hach, wie schön! Nicht elektronisch via Facebook sondern live und in Farbe :-). Am Samstag Nachmittag war dann der Bub dran. Er war cooooool :-). Klar, nicht alles lief perfekt, aber wir hatten Spaß!

Video Judith & Liam in Denkingen

Viel Spaß beim Gucken 🙂 .


12. November 2016 – Turnier in Stuttgart

Dieser Turnierstart hatte es in sich! Das pubertierende Hundekind hatte zwar ein neues Lied (1:20 Min), aber eine ganz einfache Baby-Choreo. Immerhin ist Stuttgart ein Messe-Turnier und Liam noch nicht mal 10 Monate alt. Aber die Veranstalterin ermöglichte es uns, direkt Samstag Früh, wenn es noch sehr ruhig ist, zu starten.

Nach einer gemächlichen, im Schneetreiben!, Anreise am Freitag, checkten wir am Campingplatz der Messe Stuttgart ein und marschierten gleich in Richtung Ring, um Liam auf dieses „Erlebnis“ vorzubereiten. Liam war unverkrampft, spielte und kasperte mit mir im noch ruhigen Ring. Zurück am Cali, Temperaturen um Null Grad, *drück* auf die Heizung. Mag nicht. Wie? Nein, mag wirklich nicht. Oh jeh, DAS wird kalt. Durch Zufall finden wir heraus, dass in BW die Öffnungszeiten im Einzelhandel bis 22 Uhr möglich sind. Wir googeln und finden einen Baumarkt in 20km Entfernung, der noch offen hat. Dogdance-Freunde um ihr Auto gebeten, hingedüst, Heizlüfter erworben, heimgedüst. Endlich, es wird warm!

Nachts um 2 Uhr leises Winseln; das Hundekind muss Pippi. Morgens um 6 Uhr *tütütüt“, der Wecker schellt. Müde, Gassi gehen, leichtes Frühstück, ab in die Halle. Vorbereitungsring, Liam den Hocker präsentiert, prima, passt. Im Aufzug vom Vorbereitungsring ins Foyer vor Aufregung den falschen Knopf gedrückt und irgendwie rauf-runter-runter gefahren. Endlich am Ring, rein. Liam ist gut drauf. Ich fixiere meine Startposition und denke „und hier in 10 Schritt Entfernung stelle ich den Hocker.. – den Hocker? – DEN HOCKER!!!!“ – der Hocker steht noch oben am Vorbereitungsring. Carmen rast los (auweia, schon die Startnummer 3, also ich, bringt den Zeitplan ins Trudeln) und der Hocker fliegt zu mir.

Meine Kekse (alles durchgeplant) werden ob der ungeplanten Wartezeit knapp, endlich nehmen wir unsere Startposition ein. Liam ist ein großes Kompliment zu machen – obwohl sein Hundeführer heute eher „kopflos“ unterwegs war, hat er sich kaum irritieren lassen und war mit Freude im Ring dabei. Die 1:20 Min verfliegen und schon darf Liam mit mir ausgiebig spielen und dann auch noch seinen JackPot verdient und mit Wonne vernichten 🙂 !!!!

Stuttgart

Stuttgart

Danke an Kathrin für die beiden Bilder!!


01. Oktober 2016 – Turnier in Nürnberg

Mit einiger Skepsis, ob es Sinn macht, auf dem eigenen Turnier zu starten, ob ich es schaffe, meinem Bub als Organisator des Turniers bei seinem allerersten Start mental gerecht zu werden, habe ich mich dafür entschieden. Das Hundekind „musste“ eine Mini-Choreo (1:15 Min) lernen – eine sehr gute Entscheidung, die Liam in seiner Entwicklung gefördert hat. Wir schwebten, mit vielen Leckerlies bewaffnet, durch den Ring und Liam hatte sichtlich Freude. Ich dann auch 🙂 .


Meine Leidenschaft gilt dem Dogdance, schon seit ca. 10 Jahren, zwischenzeitlich in sozusagen 3. Hundegeneration (1. Flocke; 2. Zita / Nici; 3. Liam).

Mit Zita zu üben und zu tanzen war meine Leidenschaft. Nicht perfekt, aber vertraut; wie ein paar Hausschuhe – reinschlüpfen, wohlfühlen. Diese Zeit ist im Januar 2016 abrupt geendet. Mit Zita wäre fast mein Hobby gestorben, aber was wäre ich ohne…?

So ist der Entschluss gereift, dass ein potentieller Tanzpartner nachrücken soll – Liam. Liam ist vollkommen anders als Zita – und das ist gut so! Keine Kopie; ein Bub, manchmal verhalten, manchmal stürmisch im Training. Er lernt viel und schnell. Aber in erster Linie ist er ein Familienmitglied, welches Zeit zum Erwachsen werden, Sozialisierung und Prägung haben darf und muss. Wir lernen uns täglich besser kennen, vertrauen und schätzen uns immer mehr ❤ .

Advertisements